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Mittwoch, 16. Januar 2019
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17.01.2019 19:00 Alter: -23 hrs
Kategorie: Termine, Termine

There's a Dyke in the Pit - Vortrag mit Philipp Meinert

17. Januar 2019, 19 Uhr


Lesbische, bi-, inter*-, trans* und queere Frauen* der Punk- und Hardcoregeschichte damals und heute


Der urbane Sumpf, aus dem Punk hervorkroch, war alles andere als heterosexuell und männlich geprägt. Aber schnell wurden Punk und sein Subgenre Hardcore immer brutaler, lauter und männlicher. Viele Schwule und Frauen* kehrten der Szene den Rücken oder verblieben ungeoutet im Schrank, bis mit Bruce LaBruce und G.B. Jones zwei Punks in Toronto Mitte der 1980er die Queercore-Bewegung ins Leben riefen und kurz darauf Riot Grrrl entstand.


Philipp Meinert ist Autor des Buches „Homopunk History“, welches im Ventil Verlag erschien. Er geht in seinem Vortrag auf die Suche nach den Nischen, in denen Punk trotz allem abweichende sexuelle Identitäten möglich machte. Dabei legt er in seinem Vortrag den Schwerpunkt auf die Geschichte und Repräsentanz von Frauen* in der Punkszene und gibt einen Überblick von der Frühpunkszene über die Vorbot_innen von Riot Grrrl bis zur Repräsentanzvon Lesben und Trans*frauen hin zu den gegenwärtigen Zügen von Queercore und Riot Grrrl im Mainstream als auch im Underground.


Bei dem Vortrag sind alle Geschlechter willkommen.


Die Veranstaltung ist Teil der neuen Veranstaltungsreihe "Sound of Feminism" des Autonomen Feministischen Kollektivs.


Sowohl subkulturelle als auch (musik-)industrielle Gefilde bleiben von der patriarchalisch geprägten Kultur, in der wir leben, nicht unberührt. So ist der Status Quo sowohl unter Musikschaffenden und -rezipierenden, im Umfeld der Musikindustrie als auch wissenschaftlichen Betrachtungen von Musikkulturen zum großen Teil die männliche Perspektive. Mit der Veranstaltungsreihe „Sound of Feminism“ wollen wir feministische und queere Perspektiven auf all diese Bereiche öffnen und uns mit verschiedenen Blickwinkeln und Sprechorten auseinandersetzen. Dabei werden verschiedene Genres sowie Problemlagen erörtert und diskutiert.

Um uns dem Thema nicht nur theoretisch zu nähern, werden feministische Perspektiven durch Praxis in Form von Workshops beispielsweise zu Radio und Tontechnik gestärkt. Wir wollen mit diesem Angebot FLTI* Personen die Möglichkeit geben, im Musikbereich verschiedene Dinge in einem geschützten Rahmen auszuprobieren und sich selbst zu empowern.

Die Veranstaltungsreihe „Sound of Feminism“ beginnt im Januar 2019 und findet mit jeweils ein bis zwei Veranstaltungen pro Monat statt. Über aktuelle Veranstaltungen wird zeitnah informiert.